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TLZ 05.09.2011 - Ein zweites Zuhause

Von Silvana Tismer
Heiligenstadt

Hunderte Gäste feierten bei Kaiserwetter runden Geburtstag der Villa Lampe

,,20 Jahre das ist in der heutigen schnelllebigen Zeit keine Kleinigkeit", meinte Bischof Joachim Wanke am Samstag. Er zelebrierte gemeinsam mit Pater Franz Ulrich Otto, Salesianer-Provinzial Josef Grünner, Jugendpfarrer Steffen Riechelmann und weiteren Geistlichen den Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums der Villa Lampe. Als eine ,,zeichenhafte Entwicklung" würdigte ein beeindruckter Provinzial Grünner das, was in den vergangenen 20 Jahren in Heiligenstadt aufgebaut wurde ein Jugendsozialprojekt, das weit und breit seinesgleichen suche.

Hunderte Gäste hatten sich am Freitagabend und am Samstag auf dem Villagelände eingefunden, um gemeinsam den nicht alltäglichen Geburtstag zu feiern. Bereits am Freitag waren rund 250 ehemalige Stammgäste der Jugendeinrichtung nach Heiligenstadt gereist, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Davon gab es reichlich. Angefangen von der gemeinsamen Aufbauarbeit Anfang der 90er Jahre über die Erweiterung auf inzwischen 20 Jugendclubs im gesamten Landkreis bis hin zum offenen Treff und Ferienfahrten nach Dänemark reichten die Gespräche. ,,Da wurden Erinnerungen wach, die eigentlich längst verschwunden waren", so Thomas Kewitz, der sich seit 20 Jahren als Mitarbeiter um die Villa kümmert. Aus Leipzig, Duisburg, Meißen und vielen anderen Städten aus ganz Deutschland waren die Gäste angereist, die in der Villa aufwuchsen und heute längst selbst Eltern sind.
26 Spielstationen, eine große Wand, an der jeder unterschreiben durfte, Vorführungen von Feuerwehr und rotem Kreuz sorgten Samstagnachmittag für allerlei Kurzweil. Am Abend dann ging es mit einem großen Konzert weiter, bei dem die Bands ,,Solace", ,,Solorot" und ,,Grienhild" ordentlich einheizten. Sie alle haben eine enge Bindung zur Villa und ließen es sich nicht nehmen, diesen Abend mitzugestalten.

Großer Dank, so Pater Otto, geht immer wieder an alle, die in den vergangenen 20 Jahren stetig das Projekt Villa Lampe unterstützt haben, vor allem an die Träger, die Stadt Heiligenstadt, den Landkreis und zahlreiche Behörden. ,,Und natürlich an die Jugendlichen selbst, die das Haus mit Leben erfüllt haben."

Dabei stand aber nicht immer nur die Freizeit auf dem Programm. Vor allem das Kinderschutztelefon, die Schutzwohnung, die etwa zehn Jahre existierte, und immer wieder Aktionen wie das ,,Schulverweigererprojekt", die Streitschlichter und viele Gesprächsmöglichkeiten trugen und tragen bei, jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Wie viele junge Leute im Laufe der 20 Jahre die Villa besuchten, vermag Pater Otto nicht einzuschätzen, aber einige tausend mögen es schon gewesen sein.
Für ihn und seine Mitarbeiter war und ist es noch heute das wichtigste, die Jugendlichen ernst zu nehmen, sie in ihren Talenten und Fähigkeiten zu fördern. Darin liege das Geheimnis.