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TLZ 22.02.2012 - "Steckt Herzblut drin"

Von Jochen Scheerbaum
Leinefelde

Katrin Göring-Eckardt besuchte das Leinefelder Boxkino

"Herzlichen Glückwunsch dem großartigen Projekt. Ich bin beeindruckt vom Engagement und Herzblut", schrieb Katrin Göring-Eckardt gestern ins Gästebuch des Leinefelder Boxkinos. Eine Stunde lang nahm sich die Grünen-Politikerin Zeit, um sich von den Gegebenheiten in der Leinestadt zu überzeugen.
"Ich musste immer Ballett machen. Hier würde ich auch gern trainieren", sagte Göring-Eckardt den Kindern und Jugendlichen dieser Freizeiteinrichtung. Sie überzeugte sich von den Trainingsräumen, inspizierte den Kraftraum, stand selbst im Ring gegen Boxtrainer Holger Stitz und bewunderte die Darbietungen junger Kampfsportler. Nicht nur Jungen, sondern auch viele Mädchen trainieren hier mehrfach die Woche. Vor den Umkleiden hängt ein Schild mit der Aufschrift, 2020 wollen die Leinefelder einen Olympiasieger stellen.
"Wer will denn eigentlich Goldmedaillengewinner werden", fragte die Bundestagsvizepräsidentin in die Runde. Vier meldeten sich spontan zwei Mädchen und zwei Jungen. "Wenn ihr bei Olympia kämpft, dann möchte ich in der ersten Reihe sitzen. Ich melde mich hiermit bereits an", sagte Göring-Eckardt den jungen Athleten. Blumen erhielt sie von den Kindern und Eltern für ihren Besuch im Boxkino.
Für zehn Minuten wandelte Holger Stitz das Boxcamp in ein echtes Kino um. Die Politikerin sah ein kleines Programm. Einem Film der Gruppe Sandberg, der dem Projekt "Leuchttürme" sehr nahe kommt, das die Leinefelder im Moment umsetzen, folgte ein Streifen des MDR, in dem auch das Boxkino vorgestellt wurde. Yakub Yelmaz, ein achtjähriger Kämpfer des Boxkinos, spielte der Politikerin etwas auf dem Akkordeon vor.
Auch dem Ritual der jungen Kämpfer, einen Kreis zu bilden, folgte die Grünen-Politikerin. Die Atmosphäre gefiel Katrin Göring-Eckardt. Als sie Schüler besuchte, die gerade ihre Hausaufgaben machten, sagte sie: "Ich wünsche Euch immer viel Spaß und Erfolge."
100 Kinder besuchen das Boxkino pro Woche. Sie kommen aus den Schulen. 40 Kinder und Jugendliche gehören zum Stamm des Boxkinos, hinzu kommen 20 Erwachsene. "Wir machen jeden Tag Angebote, nur nicht sonntags", betont Trainer Holger Stitz.  mehr Bilder