TLZ 25.05.2011 - Richtige Entscheidung
Von Fabian Klaus
Heiligenstadt.
Villa Lampe wird in diesem Jahr 20 - Beck: ,,Nicht mehr wegzudenken"
„Die Jugendarbeit der Villa anzuvertrauen ist vor 20 Jahren die richtige Entscheidung gewesen.“ Heiligenstadts Bürgermeister Bernd Beck (CDU) sagt diesen Satz in einem TLZ-Gespräch im Brustton der Überzeugung. Die „Villa Lampe“, das Jugendnetzwerk im Landkreis Eichsfeld, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Das ganze Jahr steht bereits im Zeichen des runden Geburtstages, im September wird es ein ganzes Festwochenende in Heiligenstadt geben, in das sicher auch die Aktiven aus den Standorten im Landkreis einbezogen werden.
In den zwei Jahrzehnten ihrer Existenz hat die Villa Lampe viele junge Menschen kommen und gehen sehen, einige haben dem Eichsfeld den Rücken gekehrt und sind dennoch vor allem der Villa Lampe treu verbunden. Das nehmen die Verantwortlichen zum Anlass, im Rahmen des Geburtstages über eine Ehemaligenkartei nachzudenken, die bis zu den Feierlichkeiten erstellt werden soll. „Denn der Kontakt zu vielen Jugendlichen, die früher einmal in die Villa kamen, besteht weiter“, sagt Thomas Holzborn, Chef der Villa-Lampe. Er und Villa-Direktor Pater Meinolf von Spee sehen einem spannenden Wochenende entgegen, das viele Höhepunkte bieten wird.
Auch musikalisch steht die Villa seit ihrer Gründung vor allem für die Nachwuchsarbeit. Deshalb werden einige Bands auftreten, die eben noch nicht im Rampenlicht stehen. Schon in der Vergangenheit waren aus den Proberäumen in der Einrichtung junge Musikgruppen hervorgegangen, die sich eichs- feldweit und darüber hinaus Lorbeeren für ihre Musik erarbeitet haben. Auch diesen Weg, so Holzborn, wolle man in Zukunft weitergehen.
In der Villa werden sich zu dem Wochenende am 2. und 3. September sicher auch Darstellungen über die Veränderungen in der Jugendarbeit finden. „Am Anfang war beispielsweise die Berufsorientierung das große Thema“, sagt Thomas Holzborn. Das habe sich komplett gewandelt. So stehen jetzt Schulsozialarbeit und Jugendmigration im Vordergrund, wobei die Villa hier mit den zuständigen Stellen des Landkreises und der Stadt eng zusammenarbeitet. In der Tilmann-Riemenschneider- Schule in Heiligenstadt wird beispielsweise im Rahmen der Jugendarbeit eine Betreuung durch die Villa angeboten.
Symbolhaft lässt sich die Intensität der Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen auch in Zahlen ausdrücken. Denn die Stadt Heiligenstadt selbst steckt in jedem Jahr 115 000 Euro in die Förderung der Einrichtung – das teilte Sprecherin Elke Sagorski auf Anfrage der TLZ mit. Auch in die von der Villa betriebenen Jugendräume in den Ortsteilen Kalteneber und Günterode fließen jährlich mehrere tausend Euro. Diese Förderung zu bezweifeln, darauf kämen Bürgermeister Bernd Beck (CDU) und sein Stadtrat nie. Das Stadtoberhaupt – es hatte seinerzeit entscheidenden Anteil daran, dass sich die Salesianer der Jugendarbeit in Heiligenstadt annahmen und diese auf den gesamten Landkreis ausdehnten – drückt das in einem Satz aus, der wohl alles über die Arbeit der Villa aussagt: „Die Salesianer und die Villa Lampe sind aus der Stadt und dem Eichsfeld nicht mehr wegzudenken.“


