Villa Lampe - Kurzvideo
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TLZ 31.01.2011 Arbeit im Sinne des Gründers

von Fabian Klaus (TLZ).

Don-Bosco-Fest der Villa Lampe: Gothe würdigt Heiligen in seiner Predigt - 20-Jähriges im Blick

,,Wer so klein sein kann, wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der größte." Der Satz steht im Mittelpunkt des Evangeliums am 31. Januar, dem Sterbetag von Don Bosco, Begründer des Salesianerordens. In der Villa Lampe in Heiligenstadt wird traditionell, wie gestern, das Don-Bosco-Fest gefeiert, um an den Ordensgründer zu erinnern. Denn die Salesianer sind seit nunmehr 20 Jahren im Eichsfeld aktiv in der Jugendarbeit tätig. Ganz im Sinne des Heiligen, der schon im 19. Jahrhundert in Turin seine Arbeit auf drei Säulen gestellt hatte. Und die hat Timo Gothe, Jugendseelsorger des Bistums Erfurt, im Festgottesdienst im wieder vollbesetzten Saal der Villa Lampe aufgegriffen. Mit drei Symbolen beschrieb Gothe die Arbeit des Ordensgründers: Ball, Buch und Kreuz. Don Bosco sei ein Spieler gewesen, sagte Gothe. Denn dieses Spiel habe ihm das Fenster zu den Jugendlichen geöffnet, wenn er schon im 19. Jahrhundert sagen konnte: ,,Du hast dich eben beim Fußball so stark eingesetzt, das kannst du jetzt auch für deine Ausbildung." Oder: ,,Eben hast du dich als Mannschaftsspieler erwiesen, jetzt nimm auch außerhalb des Platzes Abstand vom Egoismus." Don Bosco habe gewusst, und dafür steht das Buch, dass Bildung und Aus bildung die kostbarsten Schätze sind, die sich jeder Mensch erwerben kann.
,,Er hat den Jugendlichen deutlich gemacht, dass sie für das Leben lernen", sagte Gothe. Und weil lernen nicht nur heißt, sein Wissen aus Büchern zu generieren, steht das Kreuz als dritte Säule für die Arbeit des Heiligen. Er habe die jungen Menschen immer wieder erinnert, woher das Leben kommt Heiligkeit in ihnen geweckt. Gothe nannte das auch eine Aufgabe der Jugendarbeit in der heutigen Zeit. Denn die Jugendlichen seien im 19. Jahrhundert in Turin nicht besser oder schlechter gewesen, als die Jugendlichen heute, im 21. Jahrhundert, im Eichsfeld.
Für und mit den Jugendlichen arbeiten die Mitarbeiter des Villa-Netzwerkes im
Landkreis Eichsfeld, das mittlerweile aus mehr als 20 Einrichtungen besteht und 2011 auch 20 Jahre alt wird. ,,Wir haben im September ein Wochenende geplant, an dem es einige Überraschungen geben wird", sagte Villa-Leiter Thomas Holzborn gegenüber unserer Zeitung. Was genau die Besucher erwartet, das wollte er nicht verraten. Die mittlerweile gegründete Vorbereitungsgruppe habe allerdings schon einige Ideen; und sicher wird auch wieder das ein oder andere Experiment dabei sein.

Wertschätzung für die Arbeit

Mit dem Don-Bosco-Fest und der Präsentation der Jugendarbeit zeigte sich Holzborn zufrieden. Wie groß die Wertschätzung für das Wirken der Salesianer und der Villa-Mitarbeiter ist, verdeutlichte die Zahl der Gäste beim Gottesdienst. Denn der Saal war fast traditionell bis auf den letzten Platz gefüllt, es hatten sich Vertreter aus Politik und Kirche eingefunden, um Danke zu sagen, dass es engagierte Menschen ganz im Sinne des Evangeliums zum 31. Januar gibt, die Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen.

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