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Tiergestützte Pädagogik

Tiere können heilsam auf den Menschen wirken. und helfen, das Leben besser zu bewältigen. Der Kontakt zu Tieren tut Körper, Geist und Seele gut und wirkt sich positiv auf die physische, psychische und seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus.
Tiere können aber auch Brücken bauen und Türöffner sein, wenn zwischenmenschliche Zugänge und Beziehungen schwierig erscheinen.
In der tiergestützten Pädagogik werden ausgewählte Tiere in den pädagogischen Prozess integriert, um eine geplante und zielgerichtete Begegnung zwischen Mensch und Tier zu ermöglichen, Lernprozesse anzuregen und emotionale und soziale Kompetenzen zu fördern.
Inhalt, Zielstellung und Durchführung von tiergestützten pädagogischen Angeboten stehen immer im Kontext zur fachlichen Qualifikation des Anbieters und sind grundsätzlich vom individuellen Hilfe- und Förderbedarf des betreffenden Kindes oder Jugendlichen abhängig.

Warum Lamas und Alpakas?

In jedem jungen Menschen,
auch in dem schlimmsten, gibt es einen Punkt,
wo er dem Guten zugänglich ist,
und so ist es die erste Pflicht des Erziehers,
diesen Punkt, diese empfängliche Stelle des Herzens,
zu suchen und zu nutzen.
(Don Bosco 1815-1888)

Bei vielen Kindern und Jugendlichen, die offenkundig zunächst nur Probleme bereiten und sich bewusst oder unbewusst anders verhalten, als von ihnen erwartet wird, die als "schwierig" oder verhaltensauffällig bezeichnet werden, drängt sich oftmals nur das Negative in den Vordergrund und es fällt schwer, ihre positiven Eigenschaften und Fähigkeiten zu ergründen.
Den Lamas geht es in dieser Hinsicht nicht viel anders, denn sie werden in der Regel als die spuckenden Tiere abgestempelt und auf diese Eigenschaft reduziert. Dass sie jedoch auch eine sehr liebenswerte Art haben können, erfährt man erst, wenn man sich näher auf sie einlässt und genauer hinschaut. Dann spürt man, dass sie eine absolute Gelassenheit und Friedfertigkeit ausstrahlen, die entspannend und ausgleichend wirken können. Lamas sind sehr intelligente und neugierige Tiere. Dem Menschen gegenüber verhalten sie sich sehr vorsichtig und es bedarf sehr viel Geduld, um ihr Vertrauen zu gewinnen.
Lamas spucken niemals ohne Grund. Sie tun es, wenn sie sich bedrängt oder bedroht fühlen, wenn sie innerhalb der Herde ihren Platz behaupten müssen oder wenn sie falsch behandelt werden.

Über Alpakas:

In den Anden heißt es:
"Alpakas sind ein Geschenk der Natur an die Seele des Menschen."

Alpakas, die ebenfalls für den pädagogischen Einsatz geeignet sind, sind die kleineren Verwandten der Lamas. Ebenso wie die Lamas stammen sie aus den Anden Südamerikas und gehören zu den Neuweltkameliden. Da sie bereits vor 6000 Jahren von den Indios domestiziert wurden, sind sie sehr alte Haustierrassen. Alpakas werden dort auch heute noch wegen ihrer wertvollen Wolle in großen Herden gehalten.

Der Einsatz dieser Tiere in der pädagogischen Arbeit kann dazu beitragen:

  • den Beziehungsaufbau zum Kind/Jugendlichen zu begünstigen
  • das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken
  • sensorische und motorische Fähigkeiten zu verbessern
  • zur Ruhe zu kommen, Stress abzubauen und Entspannung zu ermöglichen
  • das Einhalten von Regeln und Grenzen zu lernen
  • Mensch und Tier mit Respekt zu begegnen
  • die Empathie- und Kooperationsfähigkeit zu fördern.

Neben diesem einzelfallbezogenen Angebot bieten wir darüber hinaus folgende tiergestützte Freizeitaktivitäten an:

  • Projekttage für Kindergärten und Schulen
  • Lama/Alpaka- Erlebniswanderungen für Familien, Kleingruppen oder Einzelpersonen

Kontakt

Villa Lampe gGmbH
Jürgen Hagedorn
Dipl. Sozialpädagoge (FH)
Fachkraft für Tiergestützte Pädagogik mit Lamas und Alpakas
Telefon: 03606/552152
eMail